Entscheidung
Entstehung
Vorgeschichte+Anfänge
Bandgeschichte
Bandmitglieder
Politische Meinung
Gesellschaftl. Engagement
Alte Helden+andere Idole
Der "wahre" Heino
Besondere Auftritte
Discographie
Quellennachweiß
Bandmitglieder

Bandmitglieder

Hier stell ich euch alle Bandmitglieder vor, die bei den Hosen waren bzw. sind.


 

Andreas "Campino" Frege

Seid einer Bonbonschlacht hat er den Spitznamen „Campino“. In der Band ist er für den Gesang und überwiegend für das Texte Schreiben zuständig. Er ist am 22.06.1962 in Düsseldorf geboren und hat 5 Geschwister, wobei er einen Bruder nicht kennen gelernt hat, da er vor seiner Zeit gestorben ist. Sein Großvater (Ludwig Frege) war Präsident des Bundesverwaltungsgerichts. Sein Vater war Richter und seine Mutter war Lehrerin. Da seine Mutter gebürtige Engländerin war wuchsen Campino und seine Geschwister zweisprachig auf.

Als er zwei Jahren alt war, zog er mit seiner Familie nach Mettmann. Dort besuchte er zuerst das Heinrich-Heine-Gymnasium, wechselte jedoch nach einem Jahr auf das Humboldt-Gymnasium in Düsseldorf.

Seine Mutter stand eines Tages mit einem Merkblatt von der Musikhochschule mit 7 Instrumenten vor ihm und forderte ihn auf, sich eins auszusuchen, was er lernen sollte. Er suchte sich die Trompete aus und somit machte er 4 lange Jahre eine klassische Trompetenausbildung. Obwohl er eigentlich nicht richtig mit der Trompete etwas anfangen konnte, schlug er sich die 4 Jahre durch, damit er seine Mutter nicht enttäuschte. Denn sein eigentlicher „Berufswunsch“ war Fußballer.

Was ihm aber der Musikunterricht beigebracht hatte, war Noten lesen, was er immer noch konnte, als er in seiner ersten Band war.
Sein zwölf Jahre älterer Bruder John hatte ihn schon recht früh mit der neuesten Musik aus der weltweiten Musikkultur versorgt. John war so was wie ein Streitschlichter, denn er vermittelte immer zwischen den „Kleinen“ und dem Vater. Von John bekam Campi sein erstes Mikro geschenkt. Er nahm ihn auch zu Campis aller erstem Punkkonzert mit 14 Jahren im Sommer 1976 mit.

Campi war gerade bei der Familie seiner Mutter in England, als sein Bruder John zu Besuch kam und ihn mit nach London nahm, in einen Schuppen namens „Rock Garden“ zum Konzert von „Count Bishops“. Campi war am Ende des Konzerts der Meinung, dass er der einzige „Coole“ in dem Laden gewesen wäre, dabei war er, wie sein Bruder sagte, der einzige Idiot in dem Laden gewesen.

Da war für ihn klar, dass er etwas ändern musste. Am nächsten Tag ging er in die Plattenläden und holte sich die neue Platte von den „Bishops“. Doch seine Mutter fand es nicht so gut, dass ihr Sohn jetzt diese Musik hörte. Sie verstand die Texte ja als Engländerin alle recht gut und hatte Angst, dass das ihn „kaputtmachen“ würde. Später ging sie sogar zu den Konzerten der „Hosen“.

Ein paar Häuser weiter wohnte ein Freund von Campi, Andreas, besser bekannt als „Andi“. In dem Haus durfte er von Andis Eltern aus nicht mehr rein, nachdem er und Andi sich nicht nur die Schuhe, sondern auch die Haare gefärbt hatten. Als die beiden zum xten-Male nach England gefahren sind, haben sie das meiste Geld für Tickets von Zügen und Konzerten ausgeben. Somit sahen sie auch das Abschiedskonzert von „Sham 69“.

Als er mit 15 schon aufgeben hatte, einen Beruf mit Musik zu machen, machte sein Bruder John ihm wieder mal Mut und sagte ihm, er sollte sich auch andere suchen, die Musik machen möchten. Dann ging er ins „Rock on“ und verbreitete, dass er Sänger wäre und eine Band suchen würde. Sein Glück war, dass am vorigen Tag zwei Jungs da gewesen waren, die eine Band suchten und auch ihre Telefonnummer da gelassen hatten. Darauf ließ er auch seine Nummer da und kurz danach klingelte es bei ihm. Damit machte seine Karriere ihren Lauf. Es entstand die Band „ZK“. Fabsi, ein Mitglied von „ZK“ beschreibt Campi als 15 Jährigen in einen Interview so: „Campi hatte schon damals einen bestimmten Weg und kam immer mit neuen Ideen um die Ecke, bei denen wir uns immer gefragt haben: „Wo hat der die jetzt wieder her?“. Er hat auf seinem langen Schulweg von Mettmann nach Düsseldorf immer schon eine tierische Zettelwirtschaft veranstaltet. Der kam nach der Schule zur Probe, entleerte seine Tasche – und der ganze Proberaum war ausgelegt mit Zetteln. Da standen dann Ideen und Texte drauf.“ (Zitat: Interview auf der Bandhomepage www.dietotenhosen.de, August ’03)

In seiner Schulkarriere blieb er zweimal sitzen und war dann mit Breiti in einer Klasse. Aber er bekam noch die Kursve und beendete die Schule 1983 erfolgreich mit Abitur ab. Er war auch acht Monate bei der Bundeswehr, bis er als Kriegsdienstverweigerer anerkannt wurde, und leistete danach den Zivildienst in der Landespsychiatrie Düsseldorf-Grafenberg.

Die Hosen waren 1988 gerade auf ihrer Monster-Tour und hatten abends noch einen Auftritt gehabt, als Campino am nächsten Tag von Kiki, dem Tourmanager, in eine HNO-Klinik in Hannover geschickt wurde, weil er Probleme beim Singen hatte. Es stellte sich heraus, dass er einen Stimmbandanriss hatte. Er lag acht Tage in der Klink. Von nun an sollte er mit Kochsalzlösung gurgeln. Es ging ihm aber auch körperlich nicht so gut. Während seinem Aufenthalt in der Klink ist jedes weitere Konzert ausgefallen.

Für das Album „Opium fürs Volk“ ist er zum Texte schreiben in ein Kloster gegangen. Das Kloster kennt er, seid dem er vor Jahren um Mitternacht aus Spaß an einer Messe mitgemacht hatte. Er ging dort hin, um sich über die Leute lustig zu machen, aber es wurde ein langes und gutes Gespräch daraus und schließlich war er der Letzte der ging. Er verstand sich so gut mit dem Priester, der ihm angeboten hatte, dass er immer ins Kloster kommen kann, wenn er mal Ruhe braucht. Bei einer Jugendmesse hielt er, wenn auch etwas unfreiwillig, eine Predigt.

Da die andere gar nicht so gerne im Rampenlicht stehen und Interviews geben, waren sie sehr froh, dass dies meistens Campino übernimmt. Dadurch und auch als Person in Deutschland hat er eine hohe Medienpräsenz. So ist er seit Mitte der 1980er Jahre in zahlreichen Talkshows im Fernsehen zu sehen und galt dort auch immer als angesehener Gesprächspartner. Er traf zum Beispiel bei Bettina Böttingers auf Gretchen Dutschke-Klotz, und von Alfred Biolek wurde er sogar zweimal eingeladen, einmal zusammen mit seiner Mutter, ein anderes Mal mit seinem Freund, dem damaligen Abt der Benediktinerabtei in Meschede, Stephan Schröer OSB eingeladen. Passend dazu nahm er in beiden Sendungen konkret Stellung zu Kirche, Glauben und Religion. Er traf aber noch mal auf Alfred Biolek, nur in etwas anderen Rahmen, den Campino und Kuddel waren Gast in seiner Kochsendung. 2001 drehte der NDR in der Reihe „Gott und die Welt“ eine Dokumentation und ein weiteres 42-minütiges Filmportrait mit dem Titel Campino – Mein Leben entstand 2004 für Arte und das ZDF.

Aber er war auch Hinter den Kulissen in den Medien. So fungierte er mehrmals selbst als Journalist. Zum Beispiel interviewte er für den "Spiegel" 1994 die damaligen Jugendministerin Angela Merkel , der er Fragen über ihre Erfahrungen mit Drogen, Alkohol und den ersten Berührungen mit Popmusik stellte. Schon ein Jahr davor stelle er Paul McCartney ähnliche Fragen. Ein Jahr bevor Joe Strummers gestorben war, interviewte er ihn im August 2001 für das SZ-Magazin. Aber Seine "Journalistenkarriere" begann bereits 1989. Damals interviewte er die Punkmusiker Joey Ramone und Dick Manitoba in New York für "ME Sounds".

Das Lied "Nur zu Besuch" widmete er seiner Mutter und verarbeitete ihren Tod im Text, denn er innerhalb 20 Min. fertig hatte. "Unser Haus" handelt von seiner Kindheit und dem Tod seines Vaters. Da beide Elternteile an Darmkrebs gestorben sind, beteiligt er sich an diversen Aufklärungsaktionen und ruft öffentlich zur Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen auf.

Er hat einen gemeinsamen Sohn (Lenn Julian) mit der Schauspielerin Karina Krawczyk, der 2004 zur Welt kam.

Campino versuchte sich aber auch mehrmals als Schauspieler. 1986 spielte er in dem Film "Verlierer" von Bernd Schadewald eine Nebenrolle, in dem auch Ralf Richter mitspielte. In dem "Fahnder" spielte er 1990 einen Punk. Neben Gisela Schneeberger spielte er 1992 spielte die Hauptrolle in der Filmkomödie "Langer Samstag" von Hanns Christian Müller. Auch auf der Theaterbühne probierte er sich bei einer Inszenierung von Bertolt Brechts "Dreigroschenoper" unter der Regie von Klaus Maria Brandauer im Berliner Admiralspalast. Im November 2009 feierte Campinos Film "Palermo Shooting", in dem er die Hauptrolle hat, in der Essener Lichtburg Premiere, mit Wim Wenders, aber leider ohne Campino, da es der erste Tag der Hosen Tour war. Danach bereisten Campino und Wim Wenders die Kinos 40 Städte und beendeten ihre "Filmtour" am 5.4.2009 in Essen im Eulenspiegel. Doch bevor der Film in die Kinos kam, wurde er das erste mal gezeigt Ende Mai 2008 bei den 61. Filmfestspielen in Cannes.

Bei den "100 größten Deutschen" im ZDF 2003 erreichte unter den dreihundert zur Auswahl gestellten Menschen Platz 65.

2006 übernahm Campino beim Echo die Laudatio für Bob Geldof.

Er ist seit dem 6. Dezember 2006 Pate der Regine-Hildebrandt-Schule in Birkenwerder, wo er auch das Projekt betreute" Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

Hier eine Auswahl von Produktionen, an denen Campino mitgewirkt hat als Gastsänger:

1988 Album "Wild Times Again " von "The Lurkers".

1996 Album "Honest John Plain & Friends " von "Honest John Plain" in den "Titeln Thinking of You", "Song for Me" und "Marlene".

1997 Album "Power Cut" von "The Boys".

1998 Single "Raise your Voice" von "Bad Religion"

2006 Album "26 1/2" von "Fehlfarben" interpretierte er den Titel "Paul ist tot".

2006 Album "A Foot Full Of Bullets" von "Peter and the Test Tube Babies" im Titel "Smiling Through the Tears".

2007 Album "La Vida… es un Ratico" von "Juanes" im Titel "Bandera de Manos"

Andreas "Andi" Meurer

Er spielt in der Band den Bass und schreibt Texte. Geboren ist er am 24.07.1962 in Essen. Er ist gelernter Fotograf. Als solcher ist er bei „ZK“ auch erstmals aufgefallen.

Sein Vater kam überhaupt nicht damit zu Recht, als sein Sohn eines Tages mit gefärbten Haaren nach Hause kam. Sein Vater arbeitete bei Springers „Welt“. Da war für etwas „Anderes“ und „Schrilles“ kein Platz. Sein Vater erteilte ihm Hausverbot, und so musste er sich durch Jobs wie Plakate kleben, Prospekte verteilen oder als Roadie s das Geld für seine Wohnung selbst finanzieren. Doch heute ist sein Vater stolz auf seinen Sohn und das, was er macht.

Er wuchs mit seinem älteren Bruder Joachim in Mettmann auf. Dort besuchte er das Konrad-Heresbach-Gymnasium, auf dem er auch sein Abitur machte.

Andi spielte mit Campi in der Mettmanner Schüler – B – Mannschaft Hockey.

Campi hat Andi „auf den Geschmack gebracht“, denn Andis Lieblingsmusik war Punkrock, seit dem Campi die allererste Platte von „The Damned“ und den „Pistols“ mitgebracht hatte.

Andi ist mit „ZK“ immer mitgereist und hat reichlich Fotos dabei gemacht. Schließlich wurde er als „Roadie“ bei „ZK“ „eingestellt“, doch gerade da ist er für ein Jahr nach Amerika als Austauschschüler auf die „Wilson High Scholl“ gegangen. Er wurde in Amerika eher als Außenseiter behandelt, weil er nicht wie die anderen Kids auf Soul, Surfen und Baseball stand, sonder auf Punk. Er war auch der Einzige, der immer Bus fahren musste, weil er keinen Führerschein in den USA machen durfte. Wenn er dann mal jemanden gefragt hat, welche Linie zum Strand fährt, wurde er nur blöd angeschaut. Er war auch der Einzige der mit Ringen unter den Augen in die Stunde kam, weil er sich wahrscheinlich einen Abend vorher ein Konzert angesehen hat. Aber nicht nur dort, sondern auch zu Hause in Mettmann wurde er als Außenseiter behandelt.

Als Andi dann Bassist bei den "Hosen" wurde, hatte er zunächst Probleme mit seinem Bass, so konnte er nur mit zwei Saiten spielen. Nach dem Album Ein kleines bisschen Horrorschau wurde ihm von ESP ein dreisaitiger Bass gebaut, den er bis 1995 spielte.

Er hat in der Band die Sagen für den Bereich Merchandising der Band. Während er in der USA zur Schule ging, brachte ihm der Künstler Michael Roman die Technik des Siebdrucks bei. Die ersten „Hosen-T-Shirts“ stellte er nach seinen Entwürfen selbst her im Keller seiner Eltern. Inzwischen entwirft die gesamte Bühnenbekleidung die Künstlerin Susy Hertsch, mit der er seit langen zusammenarbeitet. Die beiden gründete zusammen im Jahr 2003 das Modelabel „Misprint“.

Im September 2006 heiratete er seine langjährige Freundin Carla Achenbach, die auch am Bildband „Ewig währt am längsten – Die Toten Hosen in Farbe und Schwarz-Weiß." beteiligt war.

Michael Andreas "Breiti" Breitkopf

Seinen Spitzname kommt daher, weil es bei den „Toten Hosen“ 4 Andrease gibt und irgendwie musste man die ja alle auseinander halten. In der Band spielt er die Rechtshändergitarre. Er ist am 06.02.1964 in Düsseldorf geboren und wollte eigentlich kein „Rockstar“ werden, sondern lieber Fußballer. Aber bevor er auf Fußball kam, hat er sich in Judo, Basketball und Leichtathletik versucht. Doch nach einer Entzündung der Achillessehne schenkten ihm seine Eltern eine Gitarre und somit war der Grundstein für seinen "Rockkarriere" gelegt, denn er übte von täglich nach Anleitung des Buches von Peter Bursch das Gitarre spielen. Seine ersten Gitarrengriffe lernte er von Ulrich Kleemann, der fünf Jahre älter war als er.
Er ist der Sohn eines kaufmännischen Angestellten und wuchs mit seinem fünf Jahre älteren Bruder Johannes in Düsseldorf-Derendorf auf.

Er besuchte das Humboldt-Gymnasium und machte dort erfolgreich sein Abitur. Er lernte Campino kennen, als er in dessen Klasse kam, nachdem er sitzen geblieben war. Campi war auch derjenige, der den Punkrock aus England zu ihnen in die achte Klasse brachte.

Breiti sagt selbst von sich, dass er in der Schulzeit eher zurückhaltend war.

Als Breiti 18 wurde, bekam er von Campi den entscheidenden Anruf. Campi hatte ihm von einer neuen Band und einem Probenraum erzählt. Campi ist auf ihn gekommen, weil er ein Konzert von „ZK“ gesehen hatte, wo Breiti ihm Bild war und laut die Lieder mitgrölte.
Die beiden fuhren danach gemeinsam auf Klassenfahrt, wo Breiti nichts von der Stadt sah, aber das ganze derzeitige Programm gelernt hatte.

Seinen Zivildienst leistete er mit Campino in der Landespsychiatrie Düsseldorf-Grafenberg ab.

Ein paar Jahre, nachdem die Band „richtig lief“, spielte er mit Trini einige Jahre für die dritte Mannschaft von Alemannia 08.

Sein Lieblingsland ist Brasilien, spricht fließend Spanisch (weswegen er die Ansagen bei Konzerten in Argentinien übernimmt und Interviews in spanischsprachigen Ländern ebenfalls übernimmt) und er würde auch mal gerne in Rio de Janeiro leben. In der Band hat die ebenfalls die Funktion des Kassenwarts und ist hauptsächlich verantwortlich für die gemeinsamen Aktionen mit der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl.

Seine Gitarren werden von seinen Bruder Johannes designt, der auch die Bühnenbilder der "Hosen" entwirft und bei den Albencover beteiligt ist.

George Andreas Christian "Kuddel" von Holst

Kuddel spielt in der Band die Linkshändergitarre und ist fürs Texte schreiben zuständig. Er wurde am 11.06.1964 in Münster geboren. Er ist einer der wenigen aus der Band, der nicht so ein „Fußballfreak“ ist, sondern eher auf Handball steht und früher selbst gespielt hat. Er stammte von einem Adelsgeschlecht aus dem Baltikum ab und wuchs mit seinem älteren Bruder Niko in Düsseldorf-Derendorf auf. Dort besuchte er das Rethel-Gymnasium, welches er aber vorzeitig abbrach in der elften Klasse.
Als die "Hosen" ihre zweite LP einspielten, hat er auch mal den Bass oder das Schlagzeug gespielt. Aber das ist ihm „gar nicht so wichtig“, sondern eher das die Band zusammen hält.

Das Schlagzeug und die Gitarre waren die ersten Instrumente, die er spielen konnte. Seine ersten Sessions spielte er im Keller einer Klassenkameradin. Zunächst spielte er dann mit einem Schulfreund und einem Deutschlehrer auf Schulfesten.

Er spielte immer auf dem Schlagzeug, wenn eines in der Nähe war. Das wurde ihm nach kurzer Zeit aber zu kompliziert, da das Schlagzeug nicht bei ihm zu Hause stand. Deshalb „sprang“ er auf die Gitarre um, weil die immer zu Hause griffbereit sein konnte. Doch er hatte am Anfang eine komische Art die Gitarre zu spielen: Er legte sie auf den Tisch und spielte sie wie eine Zither. Aber schon nach kurzer Zeit wusste er warum: er war Linkshänder und spielte auf einer Rechtshändergitarre. Das wurde ihm zum Verhängnis, denn es gab natürlich in jeden Laden eine Rechtshändergitarre aber keine Linkshändergitarre. Deshalb musste er seine Gitarren extra anfertigen lassen. Das war aber kein Hindernis um die Grundlagen zum Spielen zu lernen.

Seiner ersten E-Gitarre „begegnete“ er in Montreal in einen Schaufernster. Er bekam sie schließlich und lies sie umsaiten. Wenig später bekam er den dazugehörigen Verstärker und einen wichtigen Anruf.


Er hatte den Linkshändergitarrist von „Bazookas“, der bei „ZK“ immer mal einsprang, an der Strippe, weil „ZK“ einen neuen Gitarristen suchte. Er spielte vor und wurde sofort bei „ZK“ „aufgenommen“.

Als er noch zur Schule ging und mit „ZK“ auf „Reisen" war, wurde er von Andi in Englisch, von Campi in Geschichte und von Jochens Frau in Deutsch „unterrichtet“. Doch kurz drauf kam der Zeitpunkt, wo er die Schule schmiss. Obwohl seine Eltern davon nicht begeistert waren, hatten sie die Aufregung bald vergessen, denn sein Bruder hatte sich erst nach Amsterdam und dann nach New York abgesetzt. Und das machte seinen Eltern mehr zu schaffen, als der Schulschmiss von Kuddel.

Als sich nach 3 Jahren Bandgeschichte „ZK“ trennte, hatte er schon längst ein neues „Projekt am Laufen“. Erst arbeitete er in einen Supermarkt, merkte aber schon nach einem Tag, dass er sein „Geld für die Brötchen“ lieber durch die Musik verdienen wollte.

Seine neue Band bestand mehr aus Träumen als aus der Realität. Neben dieser neuen Band hatte er mit Campino, bald nach der Gründung der „Toten Hosen“ schon drei Stücke: „ Frühstückskorn“, Bis zum bitteren Ende“ und „Der kleine Häwelmann“ geschrieben.
Für sie alle war es am wichtigsten Musik zu machen. Auch wenn sie mehr „rein steckten“ als „raus kriegten“. Oder um es genau zu sagen, machten sie bis 1985 fünfunddreißigtausend DM Schulden.

Sie hatten auch einen Vertrag mit Ralf Siegel für 5 Jahre. Danach warfen sie eine Münze, um zu entscheiden, wer die Rechte an welchen Liedern bekam. Dadurch verloren sie auch das Recht an „Hier kommt Alex“.

Auf den Tourneen lernte er dann seine zukünftige Ehefrau Susi kennen, die damals zur Crew gehörte und einen Merchandisingstand führte. Mittlerweile haben die beiden zusammen zwei Kinder und leben alles zusammen in der Eifel. Sein Sohn Tim spielte bei dem Lied "Container-Lied" von "Auswärtsspiel"-Album die E-Gitarre und spielte beim Auftritt der "Hosen" bei "Rock am Turm" 2004 und "Rock am Ring" 2004 live dieses Lied.

Ein einziges Mal hat er es verflucht, mit den Jungs „unterwegs“ gewesen zu sein: Er kam nach Hause und seine Frau Susi lag zusammengebrochen auf der Treppe, weil sie eine Bauchhöhlen-Schwangerschaft hatte. Der Arzt sagte, wenn Kuddel nur eine Stunde später gekommen wäre und sie kein anderer gefunden hätte, wäre sie gestorben.

Früher war ihm so ziemlich alles egal. Im Nachhinein aber sind ihm manche Dinge schon ein bisschen peinlich. Besonders die Zeit seiner Spielsucht und Drogenexzesse. Sein Sohn Tim brachte eine Art „Struktur“ in den Alltag von ihm und seiner Frau. Vorher kannte er das nicht, denn sein ganzes Geld brachte er in die Spielhallen rund um den Hauptbahnhof und spielte solange bis das Geld alle war. Aber wenn er gewann machte es ihn nur noch trauriger, denn er wollte verlieren. Dieser Punkt war für ihn die Erkenntnis, dass er spielsüchtig war. Erst als Susi ihm einen Automat in die Wohnung stellte, war es schlagartig vorbei.

Klaus-Peter "Trini" Trimpop

1951 ist er geboren. Aufgewachsen ist er in Kierspe. Anfang der 70iger war er häufig in Düsseldorf, weil ein Freund dort an der Kunstakademie studierte.

1976 ist er mit 25 Jahren in Düsseldorf geblieben. Zuvor hatte er angefangen, BWL zu studieren. Doch dieses Studium dauerte insgesamt nur vier Tage, da er schnell herausfand, dass es ihn nicht interessierte.

Da Trini schon immer eine soziale Ader hatte, hat er von 1972 bis 1976 Sozialpädagogik in Siegen studiert.
Den ersten Film drehte er auf einer Super 8 Kamera und hieß „Blitzkrieg Bop“. 1983 drehte er den Film „Decoder“ mit Klaus Meack, der sogar heute noch manchmal in kleinen Kinos gezeigt wird.

Doch dann kam die Musik und sein Film spielte sich nicht mehr auf der Leinwand ab, sondern im wahren Leben. Eine seiner Lieblingsbands waren die „Kursaal Flyers“. Doch als dann plötzlich in London der Punk-Rock losging, hat er sich direkt die Haare geschnitten. Zuhause hatte er genügend Zeit, laut Musik zu hören. Zu der Zeit lernte er gerade Saxophon und trat damit sogar auch auf. Doch als es dann mit dem Punk-Rock losging, passte das nicht mehr. Bei der Abschiedstournee von „ZK“ hat er noch einmal Saxophon gespielt.

Als er den Film „Humanes Töten“ gerade abgedreht hatte, fragte ihn Jochen, der die Abschiedstour von ZK organisierte, ob er diese Tournee mit einer Videokamera dokumentieren wollte. Er hat so Campino, Andi und Kuddel kennen gelernt. Das war aber nicht seine Welt. Er kannte sie und sie kannten ihn, aber musikalisch hat er sie damals nicht ernst genommen. Das hatte für ihn nichts mit Punk-Rock zu tun. Er hat damals beim „KFC“ gespielt, die eine harte Band war, die sogar im „Ratinger Hof“ Hausverbot hatte. Als „ZK“ dann einen Auftritt hatten und in dem Raum, wo sie hinterher musizieren sollten, Fußball spielten, hat er sich sehr viel Spaß für die Tour versprochen.

Im November 1981, rief Campino dann bei ihm an und fragte, ob er nicht Lust hätte eine Band mit ihm zu gründen. Andi musste dabei sein, Kuddel, weil er was spielen konnte, Walter, weil er ein guter Typ war, und eben Trini. Meist haben sie sich irgendwo auf eine Treppe gesetzt und angefangen ihre Texte zu schreiben. „Opel Gang“ sollte erst von einem Ford handeln, doch als sich nichts Gescheites darauf reimen lies, wurde es halt ein Opel.

Aus persönlichen Gründen stieg er 1985 aus der Band aus. Auch aus Liebe wollte er schon mal aussteigen. Doch auch die Liebe hält nicht ewig. Er wusste damals aber noch nicht, was er nach dem Ausstieg machen würde. Schließlich ist er 1986 als „Trainer“ zur Band zurückgekehrt. Den Managerposten teilte er sich mit Jochen. 1992 hat er aber wieder seinen Managerposten abgeben. Ihm gefiel das ganze „Drumherum“ nicht mehr. Er wurde für fünf Jahre Moderator von „Keynote“, ein TV-Musikmagazin, zusammen mit Journalisten und Musiker Hilko Meyer. Weil er aber die Interviews anders führte, als die „normalen“ Moderatoren, durfte die Show nicht mehr auf Sendung bleiben.

Er ist das erste Mal nach Trinidad geflogen, als Andi ihm eine Kassette mit Soca-Musik aus der Karibik mitgebracht hatte. Er flog dort hin, um die Rechte für einen Sampler einzukaufen, den „Virgin“ heraus gebracht hatte. Es kamen zwei Platten mit Machel Montano hinzu und 1999 noch ein zweiter Sampler.

Wolfgang Michael "Wölli" Rohde

Am 09.01.1950 wurde er in Kiel geboren. Er hat noch zwei Geschwister und wuchs dort in einer Beamtenfamilie auf. Seit dem fünften Januar 1986 ist er eine „Hose“. 1968 sollte er zur Bundeswehr eingezogen werden, deshalb wechselte er seinen Wohnsitz nach Berlin und hielt sich dort in der Szene um Rio Reiser auf. Dann kam er nach Düsseldorf und ohne es zu wissen, war er schon in der Band aufgenommen worden. Doch bevor er etwas mit Musik machte, machte er zunächst eine Ausbildung zum Elektriker. Heute hat er zwei Kinder

Als er Mitte zwanzig war, fing er an, selber Musik zu machen. Das erste Instrument war eine Gitarre. Er griff aber bald zu eher rhythmischen Instrumenten, wie Bongos. Er gründete mit drei anderen die Band „Barrita“. Mit dieser „Band“ hatte er ein paar Gigs, die meist aber nicht länger als eine Stunde gingen.

Er arbeitete in den 70er Jahren in London in verschiedenen Tonstudios und mischte dort hauptsächlich für Reggaebands die Platten.

Als 1977 der Punk nach Deutschland kam landete er bei einer Jazz-Rock Band. Da aber der Schlagzeuger sein Handwerk nicht ganz beherrschte, klemmte er sich bald selbst hinter das Schlagzeug und wusste sofort, dass es das sein sollte, aber nicht in dieser Band.
Er kaufte sein erstes Schlagzeug und stellte es in den Keller seiner damaligen Wohnung. Er und ein Freund versuchten sich an den Drums. An die Wände nagelten sie Matratzen und bauten sogar eine neue Tür ein. Als sie die Tür einbauten, standen ein paar Minuten später Polizisten vor der Tür, weil der Keller direkt unter einem Juwelierladen war und der Inhaber dachte, dass sie einbrechen wollten.

Wölli kam durch Campis Schwester Beate an die Familie Frege und natürlich auch an Campi. Damals war Campi 11 Jahre alt. Durch Beate hatte Wölli auch erfahren, dass Campi einen neuen Drummer sucht.

Über Campis Schwester Beate lernte er auch ihren Bruder John kennen. John nahm Wölli mit zu seinem allerersten Punk-Konzert. Doch ganz gefiel es ihm Anfangs nicht. Ihn überkam eine Art Panik, als die ersten Akkorde losgingen und alle Kids wild anfingen Pogo zu tanzen. Aber die Musik, die er wahrnahm, war das, was er schon immer machen wollte. Einfach nur Spielen, aber nicht perfekt. Damit er dann diese Musik auch machen konnte, kam ihm Campi zur Hilfe.

Oder besser gesagt, Campi und Kuddel. Die riefen ihn eines Tages an und fragten ihn, ob er nicht bei einen Termin, den sie hatten, nämlich „Sauflieder“ zu covern oder neu zu erfinden, zusammen mit „Die Ärzte“, „die Suurbiers“ und „Deutsche Trinkerjugend“, mit zu kommen. Sie nannten sich „die Tangobrüder“ für dieses Projekt. Doch auf der Eröffnungsparty fehlten Campi und Kuddel. Also spielte er aushilfsweise bei den „Suurbiers“.

Bevor er dann bei den "Hosen" das Schlagzeug übernahm, hatte er für die Bands "Abwärts" und "Einstürzende Neubauten" im Tonstudio gearbeitet

Er bekam am Schlagzeug 1999 durch „Vom Richtie“ Unterstützung, da er seid der Tour davor einen Bandscheibenvorfall hatte. Mittlerweile ist Wölli ausgestiegen. Sein letztes Album war „Unsterblich“, was auch gleichzeitig das erste Album von „Vom“ war.

1999 hatte er ebenfalls einen schweren Autounfall und entging dabei nur knapp dem Tod.

Das Plattenlabel "Goldene Zeiten" betreibt er seit 2004 und als Mitbegründer des jährlichen Festival "Rock am Turm" in Meerbusch präsentiert er hauptsächlich Nachwuchsbands. Im Dezember 2007 erschien die erste Single "Ein bisschen Nikotin" von seiner Band "Goldene Zeiten Orchestra".

Bei dem einen oder anderen besonderen Konzert klemmt er sich für ein Lied auch noch mal bei den "Hosen" hinter die Drumms wie zum Beispiel 2004 bei "Rock am Ring" für die Stücke „Bis zum bitteren Ende" und „Opel-Gang" und die "Hosen" traten auch bei „Rock am Turm“ unter dem Pseudonym „Die Jungs von der Opel-Gang“ auf. Er gehört eben immer noch zu den "Hosen".

Stephen George "Vom" Ritchie

Er wurde am 06.08.1964 in Billericay geboren und spielt als Schlagzeuger für „die Toten Hosen“, „The Boys“, „T.V. Smith“, "Spittin´ Vicars", "Wet Dogs" und "Corner Boys". Aber er springt auch ein, wenn jemand anders ihn möchte.

1976 sah er eine Doku auf Thames Television, wo die „Sex Pistols“ von Janet Street-Porter interviewt wurden. Als er dann noch live Aufnahmen von Konzerten sah, war er hin und weg. Damit fing er an, sich für den Punk zu interessieren.

Gegenüber von ihm wohnte sein Freund Paul Smith (der später in einer Band namens „The Earaids“ spielte) mit dem er die ganzen Platten hörte, da er selbst kein Geld dafür hatte. Seine Mutter wäre aber auch dagegen gewesen, wie sie später deutlich zeigte, denn sie machte seine gekauften Platten kaputt, riss seine Poster von den Wänden und zerriss seine T-Shirts.

Seine allererste Platte, die ihm damals so richtig gefallen hat, war „Moving targets“ von „Penetration“. Diese Band lernte er über Paul kennen.

Damals wohnte er in Essex, wo man ziemlich von der Außenwelt abgeschnitten war und somit gab es damals auch nicht viele Punks in der Stadt.

Er bezeichnet sich selbst als „kleine Rotznase“. Aber nicht nur er fand das, sondern vor allem seine Mutter, die ihm den Namen „Scruff“ gab. Seine Freunde nannten ihn folgerichtig „Scruffy“. Da passte es einfach zu ihm, Punk zu werden.

Er fuhr immer mal nach London auf Konzerte, im „Marquee“ oder „Electric Ballroom“. Aber seine Eltern wussten natürlich nichts davon. Dabei hatte er auch mal Probleme in die Clubs herein zukommen. Im „Marquee“ wurde er auch mal herausgeschmissen. Er ist dann durch den Hintereingang wieder herein kommen. Der Türsteher war einer, den man gut mit ein bisschen Geld bestechen konnte. Den kennt er heute noch und später war er Roadie bei „Doctor & The Medics“.

Zwischen den Jahren 1978 und 1980 gab es auch immer wieder mal Raufereien auf Konzerten. Aber am schlimmsten waren da die Security, die angefangen haben Leute einfach so aus Spaß zusammen zu schlagen. Was ihn aber immer sehr beunruhigte war das wachsende Skinhead-Problem.

Seine erste Tour spielte er mit einer Coverband, die überwiegend Lieder von The Rolling Stones und den The Beatles spielte, im Alter von 13 Jahren.

Er trat 1980 der Modband „Jackel“ bei. Nebenbei war er auch Schlagzeuger in den Punk-Bands „Miracle Babies“ und „Plus Support“.

Er hat ein Jahr lang in London für eine Versicherung gearbeitet, weil seine Mutter ihn dazu "genötigt" hatte. Als er die Schule fertig hatte, ist er erst mal aufs College gegangen, auch wenn er dazu keine Lust hatte. Dadurch hatte er zumindest Zeit auf Tour zu gehen.

Er hat ein Diplom in Wirtschaftswissenschaft bekommen, doch ein Job in dieser Richtung war das Letzte, worauf er Lust hatte. Zur der Zeit wohnte er noch zu Hause, hatte nicht so viel Geld für eine eigene Wohnung, und so fügte er sich dem Drängen seiner Mutter.
Das hielt er ein Jahr durch, und dann ging er zu „Doctor & The Medics“, die es schon ca. ein Jahr gab. Das war ungefähr 1982. Die erste Single, auf der er zu hören war, war eine Live-EP. Die ersten professionellen Veröffentlichungen, bei denen er mitwirkte, waren "Happy But Twisted" und "The Miracle of the Age".Ein Hit der Band war „Spirit in the Sky“, der ursprünglich von Norman Greenbaum war. Aber dieser Hit macht ihren Ruf kaputt und somit verloren sie auch ihre Punk- Fans und immer mehr Teenies fanden sie gut. Doch als das Lied nicht mehr in den Charts war, war ihr Ruf ruiniert.

Die späten 80er und frühen 90er waren eine schreckliche Zeit für ihn, da er sein Haus in England aufgeben musste, weil er die Miete nicht mehr bezahlen konnte. Zum großen Überfluss machten ihm da auch noch seine Eltern Vorwürfe.

Er spielte in der einen oder anderen Band wie den „Cry Babys“, er machte in Paris eine Platte mit „Stiv Bators“, er spielte bei „The last of the Teenage Idols“, einer Band die „Glamrock“ spielte, er spielte zusammen mit Glen Matlock, John Plain und Casino Steel von „The Boys“. Er hielt sich mit Schlagzeugjobs bei Undergroundbands wie „Junior Manson Slags“ und „The Brotherland“ oder 999 über Wasser. Mit "The Brotherland" veröffentlichte er das Album "Nightmares and Dreams".


1990 lernte er Stiv Bators kennen. Er laß ihn an einem Projekt bekannter Punkgrößen teilnehmen. Es war eine Zusammenarbeit mit Dee Dee Ramone und Johnny Thunders geplant. Doch der alte Streit zwischen Ramone und Thunders verhinderte eine weitere Zusammenarbeit. Daraufhin verlaß Dee Dee Paris, bevor die Aufnahmen überhaupt losgehen konnten. Zunächst kammen mit Neal X von "Sigue Sigue Sputnik" und Kris Dollimore von "The Godfathers" neue Mitglieder in die Band, das hielt aber auch nicht lange, da sie bald wieder das Handtuch warfen und bereits beim ersten Auftritt unter dem Namen „The Living Dead Boys“ waren nur noch Stiv und Vom übrig. Da sie aber Verstärkung brauchten, kamen zusätzlich Alan Lee von "UK Subs" und Bryn Merrick von "The Damned" in die Band. Es wurde dann eine Tour angesetzt, doch Stiv starb dann bei einem Verkehrsunfall. Das Album, das geplant war, war dem entsprechend noch nicht fertig und konnte nicht veröffentlicht werden. Dadurch geriet Vom in eine finanzielle Notlage. 1990 lebte er auch mal in New York.


Das erste Mal hörte er von den „Hosen“ in der Englischen Show „Old Grey Whistle Test“, wo er mit der Band „Doctor & The Medics“ war. Sie spielten da das erste Mal ein Video von den „Hosen“ im englischen Fernsehen. Auf sie traf er dann das ersten Mal auf die "Hosen" am 19. Dezember 1991. Damals musste Vom in „letzter Minute“ als Schlagzeuger bei The Yobs einspringen, die als Vorgruppe im Weihnachtskonzert der "Hosen" spielten. So musste er sich innerhalb weniger Minuten das komplette Set, der eigentlichen Band "The Boys", einstudieren. Campino schaute damals beim Soundcheck zu, wo er ihm auch das erst mal begegnete.
Danach spielte er zusammen mit John Plain, dem Sänger von "The Boys", spielte er anschließend bei „The Crybabys“. Außerdem trat er zusammen mit der 1995 entstandenen Frauenband "B Bang Cider" auf und lernte dabei seine spätere Frau Mary kennen. Jedoch veröffentlichte die Band nur eine EP.

Unter dem Projektnamen "Ian Hunter's Dirty Laundry" spielte er mit John Plain und Ian Hunter ein Album ein. Er beteiligte sich auch an dem "Honest John Plain & Friends"-Album. Daraufhin stieg er für drei Tourneen bei den "Armageddon Dildos" ein und ist auf zwei Liedern auf dem Album "Speed" zu hören.

In den 1990er war zunächst Wöllis Roadie. An zwei Tourneen nahm er 1998 teil. Bei der Japan-Tour von "The Boys"1999 übernahm er das Schlagzeug, seitdem trommelt er regelmäßig bei sporadischen Live-Auftritten der Band. Dadurch, dass der alte Schlagzeuger Wölli aus gesundheitlichen Gründen aus der Band gehen musste, ist er für ihn eingesprungen. Er versteht sich aber gut mit Wölli. Bei dem Album "Unsterblich" sind beide dabei, danach war Vom der "neue" Schlagzeuger der "Hosen". Er laß aber trotzdem seine "Nebenjobs" nicht sein und spielte gleichzeitig auf mehreren Alben von "T.V. Smith" mit und tourt seit 2003 mit den "Spittin’ Vicars".

2007 gründete er seine eigene Plattenfirma „Drumming Monkey Records“. Die erste Veröffentlichungen von der Plattenfirma waren das Debütalbum "Perfect Crime" und die Single "Heart" der Band „Wet Dog“, die aus Vom, Richard Searle (ex-"The Doctor & The Medics") und Anna Donarski besteht. Desweiteren brachte das Label das neueste Album vom "T.V. Smith" "In the Arms of my Enemy" heraus. Im selbem Jahr beteiligte er sich an einem umstrittenen Crass-Konzert, bei dem als alleiniges Originalmitglied Steve Ignorant anwesend war und das Album "The Feeding of the 5000" performte.

2008 gab es eine Reunion er Band „B Bang Cider“, in der seine Frau Mary E-Gitarre spielt. Mit ihm am Schlagzeug erschien im Dezember des Jahres das Album "Teenage Wasteland"

Mit seiner Frau hat er ein Sohn names Jez. Sein Haus steht im Norden Düsseldorfs.

Hier mal eine Zusammenfassung von Veröffentlichungen, bei denen er als Schlagzeuger mitgewirkt hat:

"Doctor & the Medics":

1985 EP: "Happy but Twisted"
Single: "The Miracle of the Age"

1986 EP: "Burn"

1986 Single: "Spirit In The Sky"

1986 Album: "Laughing at the Pieces"

The Brotherland:


1994 Album: "Nightmares and Dreams"

"Honest John Plain":

1996 Album: "Honest John Plain & Friends"

"Armageddon Dildos":

1997 Album: "Speed"

"The Boys":

2001 Album: "The Worst of the Yobs"

2002 Album: "The Boys Live in Germany 2001"

2002 Single: "Svengerland "

"Die Toten Hosen":

(nur Alben, alles weitere ist bei der Diskografie aufgeführt)

1998: "Wir warten auf's Christkind "

1999: "Unsterblich"

1999: "Crash-Landing"

2002: "Reich und sexy II"

2002: "Auswärtsspiel"

2004: "Zurück zum Glück"

2005: "Nur zu Besuch: Die Toten unplugged im Wiener Burgtheater"

2008: "In aller Stille"

"T. V. Smith":

2001 Album: "Useless"

2003 Album: "Not a Bad Day"

2006 Album: "Misinformation Overload"

2008 Album: "In the Arms of my Enemy"

"Spittin' Vicars":

2004 Single: "Oddball"

2004 Album: "The Gospel According To"

"Wet Dog":

2007 Single: "Heart"

2007 Album: "Perfect Crime"

"B-Bang Cider":

2008 Album: "Teenage Wasteland"