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Das Gesellschaftliche Engagement...

...der Toten Hosen

Hier zwei Beipspiele, die ich am wichtigsten damals fand

Fortuna

„Fortuna Düsseldorf“ ist der Lieblingsverein der „Hosen“. 1992 mussten sie bangen, dass „ihre Fortuna“ nicht in die dritte Liga abrutscht. Derzeit war sie Schlusslicht mit 6 Punkten Rückstand auf Platz 17 der zweiten Liga. Dabei war sie mal in der ersten Liga.

Die „Hosen“ beklagten nicht nur die Situation als Edelfans, sondern taten auch was für eine bessere Zukunft des Vereins: Ihr Tournee 1989 stellten sie unter das Motto „Rettet die Fortuna“ und nahmen eine Mark pro verkauftes Konzertticket, um dieses Geld von 200.000 DM der Fortuna zur Verfügung zu stellen. Damit sah es erst mal besser aus für die Fortuna.

Mit dem Geld konnten sie den afrikanischen Ausnahmestürmer Anthony Baffoe, der vorher bei Stuttgart gespielt hatte, engagieren. Doch nach nicht allzu langer Zeit stellte der gute Fang die Fortuna wieder in den Schatten. Schließlich wechselte er in einen französischen Verein. Fortuna war zwar kurz in die erste Liga gestoßen, stieg aber sehr bald wieder ab.

Der spätere Geschäftsführer der Fortuna (Paul Jäger) „weiß noch ganz genau, wie damals gewitzelt wurde, die Toten Hosen hätten mit ihrem Geld das linke Bein von Anthony Baffoe gekauft“ (Zitat: Für immer Punk von Kai Jessen)

Die „Hosen“ haben Ehrenkarten für jedes Heimspiel des Vereins. Die Fortuna hat noch guten Kontakt zu ihnen und möchte, dass sie irgendwann mal in dem Stadion auftreten.

Aber trotzdem blieben die „Hosen“ ihren Verein treu. Und nicht nur sie, sondern auch Berti Vogts steht zu Fortuna.

1990 gingen sie für die Berliner Tageszeitung nach Italien, um von dort aus vom Siegeszug der deutschen Mannschaft zu berichten, die damals Weltmeister wurde.

Aber nicht nur Sport zu gucken ist ihnen wichtig, sondern auch der aktive Sport, der fit hält.

Pro Asyl

Die Menschenrechtsorganisation „PRO ASYL“ wurde 1986 gegründet, um sich für die Rechte der Flüchtlinge wirkungsvoll einzusetzen. „PRO ASYL“ wurde bundesweit bekannt im öffentlichen Kampf gegen den Ausländerhass und während der Diskussion um den Erhalt des Artikels 16. Doch der Artikel 16 wurde 1993 geändert und für sie wurde wichtig mit Gutachten und Dokumentationen von Einzelfällen zu arbeiten, um Flüchtlinge zu schützen.

„PRO ASYL“ beschäftigt sich mit dem Schicksal von Flüchtlingen, die bei uns Schutz vor Vertreibung, Folter und Tod suchen. In den laufenden Jahren haben sie immer mehr mit der Öffentlichkeit gearbeitet und das hat zu beachtlichen Erfolgen geführt. Es wurde zum Beispiel eine Rechtsberatung für Asylsuchende am Frankfurter Flughafen durchgesetzt.

„PRO ASYL“ hat 12.000 Personen gefunden, die durch ihre Fördermitgliedschaft den Einsatz für Flüchtlinge unterstützen. Es haben sich in allen Bundesländern Flüchtlingsräte gebildet, die dort vor Ort für die Rechte von verfolgten Menschen aktiv sind. „PRO ASYL“ arbeitet mit „ECRE“, dem Europäischen Flüchtlingsrat in Brüssel, europaweit zusammen. Die Organisation wird nur von Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert.

Breiti ist die „Hose“ die sich seit ein paar Jahren mit dieser Organisation befasst.

Von dem größten Teil der Politiker und der Presse wird ignoriert, dass die Folgen der Einschränkung des Asyl-Rechtes für die Betroffenen dramatisch ist.

Oft genug steht hinter vielen so genannten rechtsstaatlichen Regelungen für die Anerkennung von Flüchtlingen ein einziges Ziel, nämlich die Abschreckung.

Abschiebehaft ist eine der niederträchtigsten Maßnahmen, die bei Flüchtlingen ergriffen wird. Bis zu 18 Monaten lang kann ein Flüchtling (ohne das er eine Straftat begangen hat) in Abschiebehaft genommen werden. Es reicht schon der Verdacht, dass er sich ihrer Abschiebung entziehen könnte. Das führt dazu, dass sich viele von diesen Flüchtlingen das Leben nehmen, weil sie auch Angst haben, dass sie in ihrem Land gefoltert und verfolgt werden. PRO ASYL geht mit den Mitteln des Rechtshilfefonds und politisch gegen die wahllos angewandte Abschiebehaft vor. So gelang es alleine in einer einzigen Haftanstalt, in 5 von 13 Fällen Menschen frei zu bekommen.

Das Flughafenverfahren ist auch sehr erniedrigend für die Flüchtlinge. Sie werden abgefangen und einem so genannten „Schnellverfahren“ unterzogen. Dieses „Schnellverfahren“ endet in den allermeisten Fällen mit der Ablehnung des Asylantrags. PRO ASYL setzt sich gegen dieses Verfahren ein. Die Situation derjenigen, die sich nach einer Ablehnung noch monatelang im Transit aufhalten müssen, weil ihre Abschiebung nicht durchführbar ist, ist ein weiterer Schwerpunkt. Es engagieren sich Rechtsanwälte mit Unterstützung aus dem Rechtshilfefonds dafür, dass der unerträgliche Daueraufenthalt im Transit beendet wird.

Flüchtlinge können von Grenzschutzbeamten sofort wieder abgeschoben werden, die über einen so genannten sicheren „Drittstaat“ nach Deutschland gelangen. Dies findet ohne individuelle Überprüfung des Einzelfalles statt. Das wird auch Kettenabschiebung genannt. Sie sind der Gefahr ausgesetzt, am Ende wieder dort anzukommen, von wo sie geflohen sind.