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...Auftritte

Hier eine Auswahl der spektakulärsten Auftritte der Toten Hosen

Rosenmontagszug 1996

In diesem Jahr ist der Düsseldorfer Rosenmontagszug nicht wie immer, denn die „Hosen“ sind diesmal unter dem Thema: „Wir begraben den guten Geschmack!“ mit von der Partie. Dafür verkleiden sie sich als Frauen. Campino trägt blaue Schleifchen im blondem Haar und türkisblauen Lidschatten, passend zu den rosafarbenen Ohrclips. Wenn er mal seinen Nerzmantel öffnet, kommt darunter eine rosarote Strickjacke und ein perlenbestickter Minirock zum Vorschein. Der rot-weiße Fortuna-Schal gibt dem Outfit noch den letzten Schliff. Andis Haare sind blau-schwarz gelockt. Er trägt ein hell gemustertes Kostüm. Breiti ist in einen hellen Ledermantel mit dicker Fellschärpe gewickelt und hat eine hell leuchtende Nelke im Haar. Besonders geschmackvoll hat es Kuddel mit einer rosafarbenen Federboa über dem rot karierten Jackett getroffen und dazu eine wasserstoffblonde Perücke. Wölli trägt zur Betonung seines schwarzen Wuschelkopfs einen engen, grellgrünen Body.

Sie haben eine zwölf Meter lange fahrende Bühne und ihre Anlage ist so laut, das sogar teilweise die ganze Straße vibriert und die Wagen vor und hinter ihnen übertönt werden. Der Wagen ist mit Totenköpfen und Phantasiegeschöpfen aller Art geschmückt.
Damit keiner unter die Räder kommt, haben sie 20 Bodyguards um den Wagen „gestellt“ und auch Polizisten sind unter dem Volk.

Die Fans kamen von weit her. Die „Hosen“ schmissen T-Shirts von ihrem Wagen. Des Weiteren werden Müsliriegel, 10.000 Dollar-Noten der Hells-Bank oder auch mal Schlagzeugsticks ins Partyvolk geschmissen. Nach dem Zug verschwinden sie schnell und hastig. Die Fans sind enttäuscht, weil sie eine große Feier erwartet hatten. Die meisten Fans rufen: „Ohne Hosen geh’n wir nicht nach Hause“, während ein Polizist durchs Mikrofon versucht den Fans klar zu machen, dass die „Hosen“ schon längst zu Hause sind. Doch ein Pärchen aus Wesel lässt sich nicht abwimmeln und geht ins Gebäude um sich selbst zu überzeugen. Das Einzige, was sie finden, ist ein Plakat mit der Aufschrift „Opium fürs Volk“ von dem damals neu veröffentlichen Album. Sie zertraten das Plakat wütend und für sie war die Band erst mal gestorben. Genau wie die anderen traurigen Fans gehen sie nach Hause. Alle hatten sich erhofft, dass es wie in alten Zeiten auch nach dem Zug „richtig ab geht“.

Magical-Mystery Tour

Bei dieser Tour reisen die „Hosen“ zu Fans nach Hause oder an eher ungewöhnliche Orte für ein Konzert, wo gegen Verpflegung, eine Unterkunft und Fahrtkosten gespielt wurde

Seid dem sie den allerersten Auftritt in dieser Tour gespielt haben, wird bei ihnen immer wieder angefragt, ob sie nicht auf einem Geburtstag oder ähnlichem Spielen wollen. Diese Tour wurde ins Leben gerufen, da sie die kleineren Auftrittsorte vermissten.
Sie spielten auf einer Almhütte in Österreich vor 4 Gästen. Davon waren 2 Fans und 2 eher ungewollte Gäste, die am nächsten Morgen wieder früh raus mussten.

Ebenfalls spielten sie im Klosterinternat in Altötting. Während dem eineinhalb Stunden Auftritt nehmen die Schwestern und der Direktor einen großen Sicherheitsabstand und genießen es lieber von dort.

Ohne es zu wissen landen sie im Wohnzimmer des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten. Bei dem Namen „Albrecht“ dachten sie sich nichts und auch nicht, als dieser auch noch in Hannover wohnte. Erst als sie ihren Wagen vor dem Haus mit Pförtnerhäuschen und jede Menge Kameras parkten, merkten sie es. Für „Hosen Verhältnisse“ lief als recht „normal“ ab. Außer das ein paar Sammelteller kaputt gingen, der Fußboden mit Bier „tanzfest“ gemacht wurde und noch ein paar „Kleinigkeiten“, war nichts passiert. Der Sohn Barthold versuchte die „Hosen“ dann mit 500 DM los zu werden, doch vergeblich. Am nächsten Morgen wurden sie vom Ministerpräsident von Niedersachsen angeschrien, sein Haus zu verlassen und nie mehr ein Fuß auf sein Grundstück zu setzten.
Sie spielten auch im Wohnzimmer eines Hosen-Fans in Zürich, wo sie den Fußboden 10 cm tief in den Putz des Stockwerkes darunter getrieben hatten, obwohl sie vorher Stützbalken angebracht hatten.

Auf einer Hochzeitsfeier waren sie eher unerwünscht, da sie sozusagen das Geschenk eines Fans waren. Die „Hosen“ schickten jemanden raus zur Telefonzelle, um die Polizei wegen Ruhestörung zu rufen, damit ein bisschen Pep in die Feier kam, doch vergebens.

Ein Tag später spielten sie in der Alsterdorfer Anstalt in Hamburg. Dies war wiederum ein Treffer. Nach dem Gig unterhielten sie sich noch mit den Patienten.

Sie sind auch nach Zermatt gefahren, wo sie spielten und als Gegenleistung im Hotel der Eltern eines Fans eine Woche wohnen durften.

Last-Minute Tour

2002 spielen die „Hosen“ „wo sie noch nie waren, wo sie immer schon mal spielen wollten und wo man sie nicht haben wollte.“ (Bravo)

Als erstes spielten sie auf der Zugspitze. Campino löst dort oben in der Kälte Bergalarm aus, weil er eine rote Signalrakete auf dem vereisten Gipfel entzündet. Danach gibt er vor 400 Fans Vollgas. Die Luft ist da oben so dünn, dass einem jedes Bier doppelt vorkommt. Während des Konzertes bricht die Decke zusammen. Alle sind fertig, als sie unten wieder ankommen.

Ihr zweites Ziel ist Rottweil. Das Ziel hat sich Campino gewünscht. Er hat auf dem Album „Auswärtsspiel“ einem Mädchen, das er in Rottweil kennen gelernt hat, das Lied „Das Mädchen aus Rottweil“ gewidmet und will in Rottweil spielen, um sie vielleicht nach 16 Jahren wieder zusehen. Es gilt daher striktes Verbot für Männer. Das Konzert ist ausschließlich für Frauen. Also versuchen auch Männer, verkleidet als Frauen, herein zu kommen. 600 Girls schreien: „Auszieh’n!“ und Campino lässt tatsächlich die Hüllen fallen, bis auf eine Socke. Die anderen machen weiter im Leopardenslip. Ein kleiner Rollentausch findet auch statt: Campi versucht sich an den Drums und Vom versucht sich am Mikro. Tatsächlich: Das gesuchte Mädchen meldet sich Backstage.

Auf Sylt rocken sie ganze 12 Stunden lang, denn nach der Show feiern die „Hosen“ mit den 5.000 Fans am Strand weiter.
400 der Fans, die noch gerade stehen können und keine Gelegenheit hatten, von der Insel weg zukommen, fahren mit den „Hosen“ noch weiter nach Helgoland, wo sie vor 17 Jahren Auftrittsverbot hatten. Diesmal wurden sie vom Bürgermeister persönlich in die Halle gefahren, wo sie vor 700 Fans feierten. Das Konzert wurde eine der wildesten Shows der „Hosen“.